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Im Rahmen der 27. Verleihung des Koblenzer Hochschulpreises wurde Julian Mosen, Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Betriebliche Anwendungssysteme und Mitglied des CEIR Forschungsteams, für seine herausragende Masterarbeit geehrt und mit dem Koblenzer Hochschulpreis 2019 ausgezeichnet.

Am 06. November 2019 lobte die Wirtschafts- und Wissenschaftsallianz Koblenz e.V. den mit insgesamt 25.000€ dotierten Koblenzer Hochschulpreis an elf junge Akademikerinnen und Akademiker von Hochschulen aus der Region aus. Im Rahmen der Preisverleihung im historischen Rathaussaal des Koblenzer Rathauses wurden die Preisträgerinnen und Preisträger individuell zum Thema ihrer Arbeit interviewt und stellten dabei die gesellschaftliche Bedeutung der Themen, sowie die Praxisrelevanz in den Vordergrund. Die Universität Koblenz-Landau wurde mit drei Preisträgern ausgezeichnet.

Aus dem Fachbereich Bildungswissenschaften (FB1) wurde Phillipp P. Jakobs für seine Bachelorarbeit zum Thema „Stadtsoziologie als Wirklichkeitswissenschaft“ geehrt. Aus dem Fachbereich Informatik (FB4) wurden gleich zwei Preisträger nominiert und ausgezeichnet: Alex Baier (Mitarbeiter am Institut WeST) für seine Masterarbeit im Bereich der Nutzung von Deep Learning für die autonome Schifffahrt und Julian Mosen (Mitarbeiter der Forschungsgruppe Betriebliche Anwendungssysteme und Mitglied des CEIR Forschungsteams) für seine Masterarbeit mit dem Thema „Social Business Document Monitoring“.

Ziel der Masterarbeit von Julian Mosen war es, einen ersten Schritt in Richtung der Analyse von „Social Business Documents“ zu beschreiten. Neben klassischen, strukturierten Geschäftsdokumenten (wie z.B. Rechnungen oder Bestellungen) gibt es weitere Dokumente, die entstehen, wenn Unternehmensmitarbeiter zusammenarbeiten und miteinander kommunizieren. Der „soziale“ Aspekt dieser Geschäftsdokumente beschreibt dabei den kollaborativen Entstehungsprozess, an dem in der Regel mehrere Mitarbeiter beteiligt sind. Gleichzeitig findet ein „sozialer Austausch“ mit und in diesen Dokumenten statt. Ein greifbares Beispiel für solche „Social Documents“ ist z.B. eine Wikiseite, die durch das Editieren, Kommentieren oder Empfehlen von Natur aus „soziale Interaktionsmöglichkeiten“ bietet. Im Gegensatz zu klassischen Geschäftsdokumenten verändern sich Social Documents mit der Zeit, indem sie durch neue Komponenten (z.B. Kommentare, Anhänge oder Querverweise zu anderen Dokumenten) erweitert werden. Abseits von Wikiseiten gibt es weitere „Typen“ von Social Documents wie z.B. Blogbeiträge oder Foreneinträge. Während die Komponenten von Social Documents wiederkehrend sind, kann die Struktur und Zusammensetzung  innerhalb eines Social Documents sehr unterschiedlich sein. Im Rahmen der Arbeit wurde gezeigt, dass sich anhand der Struktur von Social Documents ablesen lässt, wie und in welchem Maß Mitarbeiter in einem Unternehmen digital zusammenarbeiten und kommunizieren. Dafür wurde ein Konzept zum Monitoring von Social Documents entwickelt und in Form einer Webanwendung implementiert. Das Endergebnis ist ein interaktives Dashboard, das Social Documents in Echtzeit analysiert und ihre Struktur visuell darstellt. Als Datenquelle wird dabei die vom University Competence Center for Collaboration Technologies (UCT) betriebene Kollaborationsplattform „UniConnect“ (HCL Connections) verwendet. Durch den generischen Aufbau lässt sich das Dashboard auch im Kontext anderer Kollaborationsplattformen nutzen.

Das CEIR-Team/UCT freut sich über die Auszeichnung eines Team-Mitglieds und gratuliert Julian Mosen herzlich zu diesem Erfolg. Offizielle Pressemeldung: https://idw-online.de/de/news?print=1&id=726543